Geschichten mit Karten erzählen
Gute Beteiligung beginnt mit Verständnis. Nur wer ein Projekt versteht, kann sich gezielt einbringen. Mit DIPAS_stories wird aus komplizierten Karten und Planungen eine anschauliche Geschichte.
Eine Story ist in Kapitel gegliedert, die Schritt für Schritt durch ein Projekt führen. Karten, eigene Geodaten, 3D-Modelle und Entwürfe werden mit Texten, Bildern und Videos kombiniert und in eine klare Abfolge gebracht. Auf der linken Seite wird die Karte angezeigt. Auf der rechten Seite stehen die erklärenden Inhalte. Beim Scrollen passt sich die Karte automatisch an den jeweiligen Schritt an. So wird man durch das Projekt geführt, ohne selbst Karten bedienen oder Informationen zusammensuchen zu müssen.
Vorteile
✅ Geodaten besser verstehen
Für das Vorhaben relevante Geodaten werden kontextualisiert und damit für Laien sichtbar und verständlich.
✅ Planungen einfach erklären
Komplexe Inhalte und räumliche Zusammenhänge werden visuell und ansprechend aufbereitet und Schritt für Schritt dargestellt.
✅ Lust auf Beteiligung fördern
Interaktive Karten und visuelle Inhalte machen neugierig und laden zum Erkunden ein.
✅ Erklärungsaufwand minimieren
Häufige Fragen zu Hintergründen, Abläufen oder Zusammenhängen werden beantwortet.
✅ Besser mitreden können
Wer die Hintergründe kennt und versteht, kann sich fundierter und gezielter in Diskussionen einbringen.
✅ Zugang erleichtern
Auch ohne fachliche Vorkenntnisse können Planungsinhalte intuitiv von unterschiedlichen Zielgruppen erfasst werden.
Beispiele
Neugestaltung Bahnhofsumfeld Altona
📍Hamburg
Die Story führt durch die geplante Verlagerung und Neuentwicklung des Bahnhofs Altona. Schritt für Schritt werden das Planungsgebiet, die städtebaulichen Aufgabenstellungen und der Wettbewerbsprozess dargestellt.
Aufbau der Story:
- Ausgangssituation und Lage des Planungsgebiets
- Historie und Entwicklung des Gebiets bis heute
- Ziele und Aufgaben des städtebaulichen Wettbewerbs
- Ergebnisse und Rückmeldungen aus der Beteiligung
Der Plan für die Zukunft von München
📍München
Für den Stadtentwicklungsplan München (STEP) wurden die langfristigen Ziele und Strategien der Stadt in einer Story aufbereitet, in einzelne Themenabschnitte gegliedert und mit Beispielen angereichert.
Aufbau der Story:
- Ziele und Hintergrund zum Stadtentwicklungsplan
- Vertiefte Betrachtung der einzelnen Handlungsfelder u.a. Freiraum, Mobilität, Klimaschutz
- Integrierter Gesamtplan
Der Showcase Karolinenstraße (3D)
📍Bamberg
Bamberg baut einen urbanen digitalen Zwilling auf. In diesem Kontext führt die Story unter Einbindung von 3D-Daten, historischen Fotos und Videos durch das Welterbe der Stadt und gibt den Bambergerinnen und Bambergern bereits frühzeitig einen Einblick in die Möglichkeiten eines digitalen Abbilds.
Aufbau der Story:
- Hintergrund zum Förderprogramm Smart City
- Detailbetrachtung historischer Orte und Denkmäler der Stadt im Wandel der Zeit
Noch mehr Stories entdecken
Stories können im Rahmen einer Beteiligung genutzt und in DIPAS eingebunden werden:
- Fußwegeachsen- und Kinderwegekonzept Holtenau, Kiel
- Rothenburgsort und die Entwicklung der drei Quartiere im Billebogen, Hamburg
- 11 Stories zu den einzelnen Abschnitten im Verfahren zur Stadtbahnplanung, Kiel
Stories können auch ohne einen Beteiligungsprozess zur Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden:
FAQ
DIPAS_stories ist integraler Bestandteil des DIPAS-Systems. Wenn Sie bzw. Ihre Stadt/Kommune bereits DIPAS nutzen, kann DIPAS_stories direkt innerhalb bestehender oder neuer Beteiligungsverfahren eingesetzt werden.
Pro Verfahren lassen sich beliebig viele Stories erstellen. Diese können direkt in DIPAS eingebettet, über einen Direktlink aufgerufen oder per iFrame in andere Websites eingebunden werden.
Wenn Sie DIPAS noch nicht nutzen, können Sie einzelne Stories vergabefrei über Dataport beziehen. Bei Interesse melden Sie sich mit Ihren Fragen und Ihrem Anliegen unverbindlich bei
Daniel Bockelmann
Dataport
DataportDipasProduktmanagement@dataport.de
Ja. DIPAS_stories kann sowohl für Beteiligungen als auch unabhängig davon eingesetzt werden, z. B. zur Projektkommunikation, zur Wissensvermittlung oder zur Dokumentation von Projekten.
Die Beteiligungsfunktionen von DIPAS können ausgeblendet und die einzelnen Stories über einen Direktlink bereitgestellt werden.
DIPAS_stories kann flexibel in verschiedenen Projektphasen genutzt werden:
- Vor einer Beteiligung zur Einführung in das Vorhaben und zum Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis.
- Während einer Beteiligung zur Begleitung und Einordnung von Inhalten, online oder auf Vor-Ort-Veranstaltungen.
- Nach einer Beteiligung zur anschaulichen Darstellung von Ergebnissen.
- Unabhängig von Beteiligung, z. B. zur Projektkommunikation, bei Infopoints oder Ausstellungen.
Ja. Eigene Geodaten können als Kartenlayer integriert und im Kontext der Story dargestellt werden. So lassen sich projektspezifische Inhalte und räumliche Informationen gezielt einbinden.
DIPAS_stories ist in vielen Bereichen barrierearm gestaltet. Texte sind mit Screenreadern nutzbar, die Darstellung ist kontrastreich und Schriftgrößen gut lesbar.
Karten sind jedoch ein zentrales Element von DIPAS_stories und derzeit nicht vollständig barrierefrei zugänglich. Dadurch bestehen Einschränkungen für einige Nutzende. Die Weiterentwicklung der Barrierefreiheit wird bei DIPAS kontinuierlich mitgedacht und perspektivisch verbessert.
DIPAS_stories eignet sich besonders für große Bildschirme und digitale Touchtabels, kann aber grundsätzlich auf unterschiedlichen Endgeräten genutzt werden. Auch die Nutzung auf Mobilgeräten ist somit möglich.
Für den Einsatz bei Vor-Ort-Veranstaltungen wird eine stabile Internetverbindung empfohlen, da die Geodaten online geladen werden. Bei der Nutzung von 3D-Modellen in DIPAS_stories empfiehlt sich zudem ein leistungsfähiges Endgerät mit dedizierter Grafikkarte, für ein optimiertes „Rendering“.
Teilweise. DIPAS_stories wurde primär für große Bildschirme und Touchtables entwickelt und funktioniert dort besonders gut.
Die Stories sind grundsätzlich auch auf Mobilgeräten nutzbar, die mobile Darstellung ist aktuell jedoch noch nicht vollständig optimiert. Insbesondere auf Websites eingebettete Stories via iFrame können auf kleinen Bildschirmen bisher nur eingeschränkt dargestellt werden.
Die technische Grundlage von DIPAS_stories bildet die Open-Source-Software „Data Narrator“, die im Rahmen des MPSC-Projekts „Connected Urban Twins“ (CUT) an der HafenCity Universität Hamburg vom City Science Lab entwickelt wurde.
Für den Einsatz in DIPAS wurde das Tool zwischen 2022 und 2023 durch die Hamburger Verwaltung weiterentwickelt und an die Anforderungen informeller Bürgerbeteiligung angepasst. Dafür hat die Stadtwerkstatt der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gemeinsam mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung das Design und die Integration in die DIPAS-Administrationsoberfläche erprobt und umgesetzt.
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